Apotheker sammelt Unterschriften gegen Lieferengpässe bei Arzneimitteln

 

 

Hoher Besuch am 24.01.2020 in der Schwanenapo

 

Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, sprach mit Apotheker Jürgen Hoffmann über die Lieferengpässe bei Arzneimitteln.

Unsere Petition hat in der Bundespolitik bereits Gehör gefunden, obwohl wir die Unterschriftenlisten erst Ende Januar beim Petitionsausschuss einreichen werden.

Wanderwitz versichert, dass bereits auf allen Ebenen bzgl. der Lieferengpässe gearbeitet wird und die Regierung bestrebt ist eine Lösung zu finden. Die Problematik des Kostendrucks sei noch ungeklärt, jedoch gäbe es Ideen die Produktion nach Europa zurück zu verlagern, was wohl bereits auf EU Ebene diskutiert wird. Auch würde mit dem Gedanken gespielt werden, eine staatliche Produktion zu installieren. 

Wir sind gespannt wie es weiter geht! Freuen uns aber, dass sich schon etwas zu bewegen scheint. Auch Dank Ihrer Unterstützung!


 

 

Aufruf: Petition unterschreiben! Jetzt mitmachen!

Petent Jürgen Hoffmann ruft nun noch einmal bundesweit Apotheker, Ärzte und weitere Multiplikatoren auf, die Petition mitzuzeichnen, auszulegen und gemeinsam weitere Unterschriften zu sammeln. Bisher (Stand 15.01.2020) haben mehr als 6.500 Personen bereits unterzeichnet.

Die Unterschriftenlisten werden am 31.01.2020 in einem ersten Schritt beim Petitionsausschuss in Berlin eingereicht. Dieser prüft, berät und entscheidet über die Petition. Während dieser Bearbeitungszeit, welche sich erfahrungsgemäß über Wochen hinziehen kann, wird Apotheker Jürgen Hoffmann weitere Unterschriften sammeln und voraussichtlich am 29.02.2020 den zweiten Schwung an Unterschriftenlisten nachreichen, um dem Ansuchen Nachdruck zu verleihen.

Volle Listen bitte im ORIGINAL zurück an den Antragsteller der Petition Schwanen-Apotheke Burgstädt, Jürgen Hoffmann. Nur zusammen sind wir stark und können etwas bewegen! Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

>> Download Unterschriftenliste Lieferengpässe Medikamente
 

Presseinformation vom 16.10.2019

Medikamente oft nicht verfügbar

Burgstädt - "Leider nicht verfügbar." Diesen Satz bekommen Kunden nicht nur in der Schwanen-Apotheke in Burgstädt immer häufiger wieder zu hören. Auch Standardpräparate wie Ibuprofen sind betroffen. "Seit einem Jahr kommt es nun schon zu diesen Engpässen und sie werden zunehmend mehr", berichtet Apotheker Jürgen Hoffmann.

Die Lieferengpässe sind vielen Kunden ein Dorn im Auge, doch auch unter den Apothekern gibt es Widerstand. Apotheker Jürgen Hoffmann sieht die Bundesregierung in der Pflicht und startet deshalb ab dem 18.10.2019 eine Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags, die für ein Ende der Lieferengpässe beitragen soll. 

Ausschlaggebend für den Apotheker waren die teils gravierenden Auswirkungen auf die Patientenversorgung. "Wir haben jeden Tag das Problem, dass wir einzelne, vom Patienten dringend benötigte, Medikamente nicht sofort verfügbar haben. Dann sind wir laut Rahmenvertrag angewiesen, eine Alternative zu finden. Dieser Vorgang dauert sehr lange, da wir meist mit den Ärzten Rücksprache halten müssen.", sagt der Pharmazeut. 

Ziel der Unterschriftenaktion ist, dass der Deutsche Bundestag die Pharmaunternehmen gesetzlich dazu verpflichten sollte, wichtige Medikamente stets auf Vorrat zu halten und bei ausbleibenden Lieferungen harte Strafen aufzuerlegen. Außerdem soll die Politik sich für die Abschaffung der Rabattverträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Arzneimittelherstellern einsetzen. 

Hauptursachen von Lieferengpässen sind Qualitätsmängel bei der Herstellung oder Probleme bei der Produktion von Medikamenten. „Immer mehr Wirkstoffe werden aufgrund des globalen Preisdrucks im Pharmamarkt nur noch von wenigen Herstellern oder sogar nur einem einzigen Unternehmen produziert. Fällt dann eine Fabrik aus, kommt es schnell zu Engpässen.“, kritisiert der Apotheker. 

Der Entschluss, tatsächlich eine Unterschriftenaktion zu starten, kam spontan. „Wir haben uns im Team über das Thema unterhalten und da stellten wir uns die Frage: Was können wir tun, um einen Beitrag zur Abschaffung der Lieferengpässe zu leisten und die Patienten zu besänftigen?“, sagt der Apotheker. Der Erfolg ist noch nicht absehbar. Wir sind jedoch optimistisch. 


Kontakt für Presseinfos und Pressefoto:
Apotheker Jürgen Hoffmann
Schwanen-Apotheke, Markt 14, 09217 Burgstädt
Mobil: 0173 – 93 68 997
E-mail: info@schwanenapo.de  


 

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